PIETRA DI LUSERNA

Heute ist es sehr schwierig, die ersten Anfänge der Verwendung des Steins in unseren Tälern zurückzuverfolgen, da schon in den weit zurückliegenden Zeiten die einheimischen Hirten in der Regel diesen als Baumaterial und insbesondere zur Abdeckung des Daches der eigenen Bauernhäuser nutzten. Damals wurde der Stein durch harte Handarbeit aus kleinen natürlichen Aufschlüssen gewonnen, die sich als besonders brüchig und mit den wenigen zur Verfügung stehenden Werkzeugen bearbeitbar erwiesen und vor allem dann im heimischen Bereich verwendet wurden. Der wirkliche Abbau der Vorkommen begann Mitte des 19. Jahrhunderts, als auf Initiative einiger aktiver einheimischer Unternehmer die Vermarktung der wenigen damals hergestellten Produkte anfing. Es zeigte sich ein unmittelbarer Erfolg, der in kurzer Zeit zunahm und Arbeit, relativen Wohlstand und vor allem eine neue Mentalität brachte, die dazu veranlasste, den Gesteinsabbau nicht mehr als eine Ergänzung des ländlichen Lebens, sondern als Quelle einer Vollzeitarbeit für den Großteil der Talbewohner zu betrachten. Dieser Erfolg wurde dadurch bewirkt, dass das Material von Natur aus schieferig und demzufolge leicht bearbeitbar ist. Einen Vergleich was Härte, Verschleiß- und Frostbeständigkeit anbelangt hatte es nicht zu befürchten. Außerdem bot es sich als gutes architektonisches Element nicht nur zur Realisierung von traditionellen Dachabdeckungen, sondern auch von Konsolen, Balkonen, Straßenpflasterung an, sowie für jedes Bauelement, das untrennbar Eleganz, Zweckmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit und Beständigkeit zu vereinen hatte. Es waren eben Zeiten, in denen die misslichen Arbeitsbedingungen, die Transportschwierigkeiten ins Tal hinunter, die knappen zur Verfügung stehenden Mittel die Arbeit des Steinbrechers zu einer der härtesten und anstrengendsten Arbeiten jener Zeit machten. Ohne große Veränderungen ging es weiter bis zum Ende des 2. Weltkrieges, als dank der ersten motorisierten Mittel eine technische Evolution begann, die bis heute zu einem rasend schnellen Anstieg der Abbaukapazität führte. Heute liefert der Naturstein von Luserna, dessen Abbaubecken die Gemeinden von Bagnolo Piemonte, Luserna San Giovanni .und Rorà, sowie die von der Verarbeitung betroffenen, im Tal liegenden Gemeinden, neben den oben schon genannten auch Cavour, Barge, Bibiana, Bricherasio und weitere umfasst, Arbeit für Tausende von Personen und ist in aller Welt mit Produkten bekannt und geschätzt, die von den historischen handgearbeiteten bis zu den innovativsten und edelsten maschinell bearbeiteten jeder Art reichen und in der Lage sind, noch weiter jene einzigartigen Eigenschaften hervorzuheben, die ihn seit jeher kennzeichnen und die in den letzten Jahren dazu beigetragen haben, ihn zu einem der geschätztesten Materialien im Bereich der Ziersteine zu machen. Abschließend können wir behaupten, dass dieser Stein für denjenigen, der ihn, wie wir abbaut und bearbeitet eine ausgezeichnete "Visitenkarte" ist, die überall anerkannt ist. Unsere Firma hat derzeit die Konzession für zwei Steinbrüche im Becken des Luserna-Gesteins und ist Teilnehmer in anderen

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